
Am 19. Oktober 2009 war es soweit: zum ersten Mal fand der Island Day statt - eine Veranstaltung ausschließlich in Second Life. Organisiert wurde der iDay von der Universität Bielefeld, deren virtuelle Dependance der zentrale Treffpunkt für die gesamte Veranstaltung war.
Begonnen wurde mit einem Einführungsvortrag Prof. Dr. Wolfgang Jüttes von der Universität Bielefeld zu „Innovationen im Bildungsbereich durch Kooperation und Vernetzung“. Schon hier zeichnete sich ein großes Interesse der ca. 20 Teilnehmenden an SL als Lernumgebung ab.
Es folgte unser Beitrag an diesem Tag, in Form der von uns konzipierten pädagogischen Einführungstour.

Wie bereits einige Male zuvor, wurde sie von Marianne Wefelnberg/ Lea Southmoor als Moderatorin angeleitet und von Tanja Adamus/ Lillyth Janus als technischer Tutorin unterstützt. Zunächst gab es eine Einführung in ausgewählte Grundlagen und –techniken für den Umgang mit Second Life an unserer virtuellen Universität Duisburg-Essen. Aufgrund des Zeitrahmens von 45 Minuten und der bereits vorhanden Erfahrung der Teilnehmenden beschränkten wir uns auf die Vorstellung des Inventars, gekoppelt mit einer kleinen Übung.
Daran schloss sich der Besuch eines historischen Wikingerdorfs an, welches die Teilnehmenden im Rahmen einer Lernaufgabe erkunden sollten.
Schließlich folgte noch eine kurze Diskussionsrunde über die Tour. Dabei stellte sich bei einer Teilnehmenden bspw. die Frage, warum wir die Tour in zwei Bausteine aufgeteilt haben. Zur Erklärung: uns war es bei der Konzeption wichtig, Studierenden ohne Vorerfahrung mit SL einen guten Überblick über die Möglichkeiten dort zu geben. Dazu gehörte zunächst natürlich der Umgang mit Second Life. Dabei beschränkten wir uns allerdings auf die notwendigsten Tools, wie die Steuerung, das Teleportieren und die Funktion des Inventars. Da es in SL bereits gute Trainings gibt (vgl. das der VHS Goslar oder der FH Köln), sahen wir keine Notwendigkeit ein weiteres Angebot in dieser Richtung zu machen. Es war uns wichtig, den Teilnehmenden die Potentiale für die didaktische Aufbereitung von Lerninhalten in SL aufzuzeigen.
Beim iDay ging es nahtlos weiter mit spannenden Vorträgen, bspw. von Dipl.-Päd. Andre Mersch zu Lerntools in SL. Hierbei wurden verschiedene Tools nicht nur theoretisch erläutern, sondern auch gleich praktisch erprobt. Leider zeigt sich hier auch mal wieder einer der noch bestehenden Nachteile von SL: Wenn sich viele Avatare zur gleichen Zeit an einem Ort aufhalten, kommt es zu Verzögerungen und Problemen in der Darstellung, womit auch Andre Mersch zu kämpfen hatte. Dies hatte jedoch keine Auswirkungen auf die Qualität seines Vortrages und der vorgestellten – teilweise von den Bielefeldern selbst entwickelten Tools.

Abgerundet wurde der iDay mit einer Diskussion zum Mehrwert von SL als Lernumgebung. Hierbei wurde festgehalten, dass sich SL sowohl für kollaboratives und experimentelles Lernen eignet, als auch für die Darstellung von Simulationen und Erprobung von Szenarien.
Zwar war es uns leider nicht möglich den ganzen Tag bei allen Angeboten dabei zu sein (obwohl sie alle unser Interesse geweckt hatten), aber wir hoffen auf eine Fortsetzung bzw. Wiederholung im nächsten Jahr und werden sicher gerne wieder dabei sein.
Unsere weiterbildenden Studienprogramme ...
Einzelmodule, Zertifikat oder Master
Educational Media
Mediengestützte Lernszenarien konzipieren, deren Realisierung betreuen und in ihrem Anwendungsfeld umsetzen
Educational Leadership
Bildungseinrichtungen führen und entwickeln, Bildungsinnovationen planen und managen