Ein Social Network um Wissen und Mitarbeitenden der Beratungsstelle zu verknüpfen
TutorIn:
Annabell Preußler
Die Beratungsstelle für digitale Medien im Unterricht, imedias geht aus den zwei eigenständigen Beratungsstellen BIAS und ICT TOP hervor, welche sich anlässlich der Bildung der FHNW und deren Hochschulen im Jahre 2006 zusammenschlossen. Sie ist an der Pädagogischen Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz (PH FHNW) im Institut Weiterbildung und Beratung (IWB) angesiedelt und ist für die Betreuung der Kantone Solothurn und Aargau zuständig. Sie ist an den zwei Standorten Solothurn und Aarau tätig, von wo aus beide Kantone bedient werden.
Die Zusammenarbeit an verschiedenen Standorten und mit Lehrpersonen über zwei Kantone verstreut in unterschiedlichen Gruppen mit unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern macht es nicht einfach, die Übersicht über Tätigkeiten und Kompetenzen der einzelnen Leute zu behalten und Ideen und Wissen miteinander auszutauschen. Im weiteren unterhält die Beratungsstelle imedias ein grosses Netzwerk an ICT-affinen Lehrpersonen, welche in unterschiedlichen Gruppen zu unterschiedlichen Themen kantonsübergreifend mitarbeiten. Aus diesen Gruppen werden u.a. Kursleitungen für Weiterbildungskurse rekrutiert. Auch diese Leute sollen besser untereinander vernetzt und mit passenden Informationen versorgt werden.
Seit dem Zusammenschluss ist die Beratungsstelle enorm gewachsen und mit verschiedenen (z.T. kantonsübergreifenden) Projekten betraut worden. Ein Leitungswechsel wurde zum Anlass genommen, die Inhaltliche Struktur der Beratungsstelle neu zu gestalten. Bisher übernahmen alle Mitarbeitenden Funktionen in unterschiedlichen Aufgabengebieten. Neu ist jede Person einem Bereich zugeteilt, in welchem sie schwerpunktmässig arbeitet.
Nebst den vier Bereichen gibt es auch noch sogenannte Querschnittsaufgaben wie Beratungen, Öffentlichkeitsarbeit, Veranstaltungen und Fachdiskurs.
Im Medienprojekt wurde zur Unterstützung der Selbstlernprozesse von Studierenden ein Personal Learning Environment PLE konzipiert und prototypisch umgesetzt. Das web basierte Personal Learning Environment soll Studierenden helfen, Lernressourcen zu verwalten, Wissen mit ihren Kommilitonen und externen Experten auszutauschen, sowie ihren Lernprozess zu organisieren und zu strukturieren.
Anders als eine herkömmliche Lernumgebung (LMS) mit starr vorgegebenen Aufbau und Inhalten – die auch ihre Begründung hat und ihren Zweck erfüllt – soll das Personal Learning Environment eine offene Lernumgebung sein, flexibel und adaptierbar, um den persönlichen Anforderungen jedes einzelnen Studierenden gerecht zu werden. Der Begriff „offen“ bedeutet in diesem Zusammenhang „den Grad an Freiheit, den das lernende Individuum in diesen Umgebungen einnehmen kann, um Inhalte gemäß seinen Lernvoraussetzungen zu selektieren, seinen Lernstil und seinen Lernstrategien zu praktizieren und gemäß seiner Motivation vorzunehmen“ (SCHULMEISTER, 2004, S. 6, "Didaktisches Design aus hochschuldidaktischer Sicht - Ein Plädoyer für offene Lernsituationen").
Neben den Möglichkeiten zur individuellen Auseinandersetzung mit Inhalten spielen noch die Möglichkeiten der Kommunikation und Kollaboration für den Lernprozess eine wesentliche Rolle. Um dies zu unterstützen werden im PLE sowohl asynchrone wie auch synchrone Kommunikationsmöglichkeiten angeboten. Zur Kollaboration werden Werkzeuge eingesetzt, die der Erstellung von gemeinsamen Dokumenten sowie der gemeinsamen Recherche und Erarbeitung von Information dienen sollen.
Das PLE wurde mittels des webbasierten Open Source Content Management Systems Drupal prototypisch umgesetzt. Der Prototyp des PLEs wurde im Sommersemester 2007 im Seminar „Instructional Design am Lehrstuhl für Mediendidaktik und Wissensmanagement an der Universität Duisburg Essen eingesetzt.