
Dominik Petko und Beat Döbeli hatten zur Tagung Personal Learning Enviornments in der Schule an die Pädagogische Hochschule in Goldau eingeladen und trafen damit auf reges Interesse. Resonanzen finden sich u.a. bei René Scheppler , Jürg Fraefel , Urs Ingold, Thomas Stierli oder Anja Frotscher.
Verschiedentlich wurde angemerkt, dass die Bezugspunkte in manchen Referaten eher hochschullastig war und die Frage (zurecht) bleibt, was alle diese Trends denn nun wirklich für Schule bedeuten - zumal Primarstufe? Die Blogbeiträge weisen auf die vielfältigen Implikationen dieser Entwicklungen für die Schule hin. Jürg Fraefel zeigt eine ganze Kette von Konsequenzen auf, die sich hier in der Umsetzung ergeben könnten und ich denke: ergeben werden. Die Konzeption von Schul-IT wird sich m.E. in den nächsten Jahren wesentlich weiter entwickeln. Dabei hat die Tagung auch gezeigt, dass das Thema für den Schulbereich noch recht weit am Anfang steht.
Rolf Schulmeister hat den Begriff der PLE in seiner abschliessenden Keynote amüsant und klug zugleich "dekonstruiert". Mir ist dabei nochmals klarer geworden, was der Kern dieser Diskussion letztlich sein könnte: Nur vordergründig geht es um Google Docs, RSS-Feeds usw.. . Mit der Diskussion um PLE wenden wir uns dem Lerner zu und fragen: Wie lernen Schüler/Studierende (im Kontext von Web 2.0)? Wie können wir - ausgehend von Arbeits- und Lerngewohnheiten der Lernenden - Umwelten schaffen, die sich als lernförderlich erweisen? Was sind dabei günstige technisch /organisatorisch / infrastrukturelle Rahmenbedingungen?
Was ist dann (wenn überhaupt) das Besondere / das Neue an dieser Diskussion? Bislang standen "Lehrplattformen" und "Lernangebote" im Vordergrund, die WIR uns ausgedacht haben: Was sind Funktionen von "Learning Managemnet Systemen"? Wie können wir Contents aufbereiten mit Lernobjekten / Repositories etc.? Wir haben versucht, Lernumwelten für die Lernenden zu definieren - und haben dabei aus dem Blick gelassen, wie und wo sich die Lernenden im Internet bewegen.
Nun wenden wir den Blick auf die Umwelt der Lernenden und schauen uns an, wie könnte eine persönliche (digitale) Umwelt von Lernenden gestaltet werden, die die Nutzungsvarianten der Lernenden aufgreif. (Ein) Hintergrund ist die Tatsache, dass die Lernenden sich anders und in anderen Welten bewegen, als dies die Angebote der (Hoch-) Schule heute vorsehen. Das wird im übrigen wohl nicht heissen, einfach SchülerVZ als Lernplattform zu nutzen... Das heisst einzig: Konzepte für Schul-IT und (mediale) Lernangebote sind in Relation und als ein Beitrag zu sehen zur Gestaltung persönlicher Lernumwelten.
PS: Ich fand es lustig, einen Vortrag zu halten im Ausland und doch zugleich im Publikum so viele "eigene" (Fern-) Studierende anzutreffen: Teilnehmende sowie Alumni des Online-Master of Educational Media. Zugleich konnten einige Teilnehmer des Studienprogramms aus der Schweiz nicht an der Tagung teilnehmen, weil sie sich auf die entsprechende Abschlussprüfung vorbereiten mussten bzw. bereits nach Duisburg anreisten. Denn am folgenden Tag (Samstag) fanden mündliche Prüfungen / die Graduierungsfeier in Duisburg statt!
Es war ein sehr schöner
Es war ein sehr schöner Beitrag. Echt klasse.
Danke für den schönen und
Danke für den schönen und differenzierten Vortrag! Vor allem, weil sich Schule so einfach durch andere Bildungsinstitutionen ersetzen lässt!
Viele Grüße, Jochen Robes
Ich habe manchmal den
Ich habe manchmal den Eindruck, dass wir generell dazu neigen den Begriff e-Learning zu verwenden, obwohl der Fokus bei genauerem Hinsehen auf e-Teaching liegt.
Ulrich Schrader