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IG SL 1

Eyetracking

Das Usability Lab: Eyetracking

Warum ist Eyetracking für die Untersuchung von digitalen Lernarrangements interessant?

Häufig finden Gebrauchstauglichkeitsuntersuchungen von digitalen Lernoberflächen mittels Fragebogen statt. Die Nutzenden geben Auskunft, wie sie sich im System zu Recht gefunden haben, ob die Navigation intuitiv war, oder ob die verwendeten Symbole, Icons u.ä. selbst beschreibend waren.

In der Regel ist es hinterher nur schwer möglich, zuzuordnen warum die Navigation schwierig war, welche Icons nicht verstanden worden sind und wie die Nutzenden bei der Handhabung des Systems weiter unterstützt werden könnten.

Hier setzt das Eyetracking an. Es erlaubt die Aufzeichnung von Blickbewegungen bei der Betrachtung einer Bildschirmseite und gibt dabei Hinweise auf wahrnehmungspsychologische Schwierigkeiten von Nutzenden bei dem Umgang mit einem digitalen Angebot.

Wie funktioniert das Eyetracking?

Wir nutzen das Eyetracking System Tobii 1750. Foto des Tobii 1750 Für den/die Teilnehmenden wirkt es wie ein ‚normaler’ Arbeitsplatzmonitor: In einem 21 Zoll LCD Monitor ist, von außen kaum sichtbar, eine Kamera integriert, die die Blickbewegungen aufzeichnet.

Die Kalibrierung, also die Einstellung der Kamera auf die Augen des Teilnehmenden, erfolgt denkbar einfach: Der Untersuchungsteilnehmer fixiert 9 verschiedene Punkte auf dem Bildschirm, danach kann der Test beginnen. Das Interessante an „unserem“ System: Das Tragen von Brillen, Kontaktlinsen oder Augenmascara ist möglich.

Untersucht werden kann prinzipiell alles, was sich auf einer Bildschirmseite darstellen lässt: Lernplattformen, Lernprogramme, webbasierte Informationssysteme, digitalisierte Filme, Videospiele etc..

Wird das Eyetracking gestartet, zeichnet eine im Hintergrund laufende Software nun die Blickbewegungen und besuchten Webseiten auf. Im Anschluss an die Untersuchung kann dann die Webseite aus dem Blickwinkel des Nutzenden betrachtet werden: Beispiel zum Download (11 MB)

Wann sollte eine Eyetracking eingesetzt werden?

Die Blickbewegungsanalyse bietet sich vor allem begleitend zur Produktentwicklung an, so können Mängel vor der Distribution ausgeräumt werden.

Welche Auswertungsmöglichkeiten bietet das System?

  • Nachverfolgung der Blickbewegung von Nutzenden
  • Hot Spot Analyse
    Die Clear View Software ermöglicht ein Anzeigen der am häufigsten betrachteten Punkte von Bildschirmseiten.
  • Area of Interest Tool: Eine Anzeige der Bereiche, die von den Nutzenden am häufigsten betrachtet wurden.