
im Rahmen der 8. e-Learning Fachtagung Informatik - DeLFI 2010 vom 12. bis 15. September 2010 in Duisburg.
Mittwoch, 15.09.2010 - 14:00 - 17:30
Schulen stehen aktuell vor der Herausforderung für die ubiquitäre Nutzung digitaler Medien, wie sie in anderen Lebensbereichen mehr und mehr stattfindet, Infrastrukturkonzepte zu entwickeln und zu implementieren. Hierbei müssen aber nicht nur Fragen der Hardwareausstattung und Raumgestaltung geklärt werden, wichtiger noch sind Konzepte zur curricularen Einbettung der Medienarbeit, zur Schul- und Personalentwicklung sowie Supportkonzepte für Schulen und Lehrkräfte. Im Workshop werden aktuelle Konzepte und Erfahrungen mit der Umsetzung solcher Infrastruktur-Ansätze an Schulen dargestellt und diskutiert. Der Workshop will Wissenschaftler/innen mit Lehrenden und Verantwortlichen aus dem Schulbereich zusammenbringen.
Richard Heinen, Universität Duisburg - Essen
Andreas Breiter, Universität Bremen
Michael Kerres, Universität Duisburg - Essen
Renate Schulz-Zander, Universität Dortmund
Stefan Welling, ifib Bremen
Die Forschung zum computergestützten Lernen in der Schule thematisiert den Computer vor allem im Rahmen einzelner Unterrichtsfächer oder fachübergreifender Projekte. Mit der zunehmenden Durchdringung von Schule mit digitaler Technologie (ubiquitous computing) stellt sich die Frage nach Infrastruktur-Konzepten, die die Schule "als Ganzes" erfasst und dabei u.a. auch räumliche Nutzungs- und Einsatzkonzepte, Ansätze für schulische IT-Architektur und deren nachhaltige Einführung einschließt. Neben den Ausstattungs- und Mediennutzungskonzepten gehören hierzu auch Aktivitäten der Personalentwicklung / Lehrerfortbildung, der Unterrichtsentwicklung, der Bereitstellung von Lernressourcen und der strategischen Profilierung der Schule nach Außen.
Diese Entwicklungen werden konkret sichtbar in neueren Infrastruktur-Konzepten, die etwa die Trennung von Computerraum und "normalem" Klassenzimmer in der Schule auflösen. Ähnliche Fragen ergeben sich im Hinblick auf die Speicherung von Daten in einem lokalen, nur in der Schule und nicht von Zuhause zu erreichenden, Netzwerk. Nicht zuletzt durch die zunehmende Bedeutung von Web 2.0 werden traditionelle Konzepte des schulischen Datenmanagement infrage gestellt.
In einigen Schulen sind bereits zukunftsweisende Konzepte zu erkennen: Flexibel im Klassenraum einsetzbare Medienwagen mit Notebooks für die Lernenden, der durchgängige Einsatz von Lernplattformen, individuelle Endgeräte für Schülerinnen und Schüler (die Palette reicht hier von Lernsticks über Netbooks und Mobiletelefon bis hin zu Notebooks), aber auch medial ausgestattete Lerninseln in Bibliotheken und Ganztagsschulen sind Komponenten der Hardwareausstattung einer solchen Lerninfrastruktur. Neben der Hardwareausstattung sind aber vor allem die Zielsetzungen der Schule zur Schul- und Unterrichtsentwicklung und zur Profilbildung der Schule sowie die Maßnahmen zur Erreichung der Ziele wichtig.
Im Workshop werden aktuelle Konzepte und Erfahrungen mit der Umsetzung solcher Infrastruktur-Ansätze an Schulen dargestellt und diskutiert. Der Workshop soll Wissenschaftler/innen mit Lehrenden und Verantwortlichen aus dem Schulbereich zusammenbringen. In dem halbtägigen Workshop schließen sich an mehrere Vorträge zu einem Themenschwerpunkt jeweils gemeinsame Diskussionen an.
Pervasive Mediennutzungskonzepte
Curriculum-Entwicklung
Schul- und Personalentwicklung
Lernplattformen, Web 2.0 und digitale Werkzeuge
Lehrkräfte, Schulleitungen, Schulträger, Wissenschaftler
Informationen für das Einreichen von Beiträgen folgen in Kürze.
Den Call for Paper zum Workshop finden Sie hier.
Ansprechpartner: Richard Heinen, 0203 - 379-2443