
im Rahmen der 8. e-Learning Fachtagung Informatik – DeLFI 2010
12.-15. September 2010 – Duisburg
1 Überblick
Open Source Content Management Systeme sind seit einigen Jahren aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Ob als einfacher Blog oder als komplexes Autorensystem die Anwendungsmöglichkeiten sind extrem breit gefächert. Auch in Kontexten der Aus- und Weiterbildung kommen CMS immer häufiger zum Einsatz. Eines der erfolgreichsten Systeme der letzten Jahre ist das ursprünglich von Dries Buytaert entwickelte System Drupal. Dieses wird sogar für den aktuellen Webauftritt des „Weißen Hauses“ verwendet. Drupal hat eine der größten und aktivsten Entwicklercommunities, so dass permanent neue Versionen aber auch Module bzw. Erweiterungen zur Verfügung stehen. Drupal versteht sich im Gegensatz zu vielen etablierten Lernmanagementsystemen (LMS) nicht als abgeschlossenes System, sondern bietet bereits über Kernmodule die Möglichkeit externe Ressourcen als Content-Quelle zu nutzen. Ferner können Meta-Informationen leichter generiert und effizienter verwaltet werden. Aufgrund der aktuellen Entwicklungsarbeiten mit dem Ziel Lernaustauschformate wie z.B. SCORM (Sharable Content Object Reference Model) über Module zur Verfügung zu stellen, wird auch der letzte Bereich der LMS erschlossen. Diese Entwicklungen legen den Grundstein zur Umsetzung von Personal Learning Environments (PLE), die die Funktionen der klassischen LMS und e-Portfolio Systeme mit denen von aktuellen Content Management und Community Systemen verbindet.
2 Inhalt des Workshops
Der Workshop möchte die, in diesem Forschungsbereich, aktuell Forschenden zusammenführen und so die Möglichkeit für einen fachlichen Austausch initiieren. Da die Forschung in diesem speziellen Bereich bisher wenig institutionalisiert ist erfolgt die Konzentration auf ein spezielles CMS für diesen Workshop. Es lassen sich allerdings auch generelle Erkenntnisse über den Einsatz von CMS als LMS gewinnen, die somit auch auf andere Systeme übertragbar sind. Die unterschiedlichen Themen des Workshops werden durch 15 bis 20 minütige Initialvorträge dem Plenum vorgestellt, welches anschließend gemeinsam, in Diskussionsrunden, Chancen, Probleme und Einsatzmöglichkeiten erarbeiten kann. Für die Vorträge ist es somit elementar das sie ein konkretes Problem, ein theoretisches Einsatzszenario, oder ein Best Practice Beispiel schildern, um eine nachhaltige Diskussion zu initiieren.
3. Agenda:
14:00 - 14:15 Begrüßung (Prof. Dr. Kerres)
14:10 - 14:20 Vorstellung
Vorträge 1:
14:20 - 14:50 Wissens- und Kommunikations-Management mit Drupal (Logemann)
14:50 - 15:20 Kollaboration in studentischen Lerngruppen unterstützen: Konzept und Implementierung des Drupal-GroupWikis (Leidl, Müller)
Pause
Vorträge 2:
15:35 - 16:05 Drupal-basierte Infrastruktur zur Vermittlung von Fachterminologie. Das Konzept für ein zweisprachiges Fachwörterbuch in der Mediencommunity. (Dr. Buchem, Hagenhofer)
16:05 - 16:35 Drupal als "Social Repository" (Bormann)
Pause
Vorträge 3:
16:50 - 17:20 Die Implementierung des SCORM Standards und dessen Implikation für zukünftige Lehr-/ Lernszenarien auf Basis von Drupal (Westrup)
17:20 - 18:00 Diskussion und Ausblick
Workshopleitung und Programmkomitee:
Prof. Michael Kerres, Dirk Westrup, Marcel Vervenne
| Anhang | Größe |
|---|---|
| Agenda_DeLFI.pdf | 284.08 KB |