Konzeption eines web-based Training zum Thema Barrierefreiheit in e-learning Anwendungen

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Obwohl das Thema barrierefreier Zugang zu Internetanwendungen mittlerweile etabliert ist (nicht zuletzt auch aufgrund der in Deutschland geltenden gesetzlichen Vorschriften), ist dieses Thema bei der Gestaltung von e-learning Anwendungen ein bisher eher untergeordneter Aspekt, was sich beispielsweise darin zeigt, dass erst in der letzten Zeit die Einhaltung von Accessibility-Guidelines durch Learning Management Systeme eine größere Rolle bei der Entwicklung dieser Systeme spielt. Neben den Plattformen ist aber insbesondere die Gestaltung der Inhalte von großer Bedeutung. Gehörlose können nicht von Podcasts profitieren, blinde Menschen können ohne entsprechende Hilfsprogramme textuelle Informationen und Graphiken nicht aufnehmen. Darüber hinaus existieren weitere Behinderungen (z.B. im motorischen oder kognitiven Bereich), die bei der Konzeption und Umsetzung von e-learning Anwendungen berücksichtigt werden müssen. Ziel dieses Medienprojekts ist die Konzeption eines web-based Training (WBT), mit dessen Hilfe zum einen ein entsprechendes Bewusstsein für die Probleme behinderter Menschen bei der Nutzung web-basierter Lernumgebungen erzeugt, zum anderen aber auch konkrete Hilfestellung gegeben werden soll, wie elektronische Lernumgebungen barrierefrei gestaltet werden können. Die Anwendung richtet sich dabei in erster Linie an Hochschuldozenten und Projektmanager von e-learning Angeboten an Universitäten und Fachhochschulen, die für die Umsetzung von Barrierefreiheit in den Lernangeboten ihrer Institutionen verantwortlich sind. Im geplanten WBT soll anhand von kurzen Texten, Simulationen, Videos etc. demonstriert werden, wie Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen Websites und multimediale Lernangebote wahrnehmen. Dabei werden auch die Spezifika so genannter assistiver Technologien (z.B. Screenreader, Bildschirmlupen, alternative Eingabe- und Zeigegeräte) detailliert vorgestellt. Darüber hinaus werden die Standards für Barrierefreiheit wie die in Deutschland gültige Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung ˆ BITV) erläutert. In einem technischen Teil steht im Vordergrund, wie verschiedene Arten von Lernobjekten zugänglich gestaltet werden können bzw. worauf bei der Auswahl und Implementierung von Lernplattformen zu achten ist. Ein umfassender Nachschlageteil mit Verweisen zu wichtigen Werkzeugen zur Evaluation/Entwicklung und Best Practices für die barrierefreie Gestaltung runden das Lernangebot ab. Ein wichtiger Aspekt dieses Themas sind die Chancen, die elektronische Lernangebote und die Virtualisierung der Lehre behinderten Menschen bieten, wenn Barrierefreiheit bei der Einführung dieser neuen Technologien berücksichtigt wird.

Verantwortlich: 
pweiland
Projektstatus: 
Abgeschlossen
TutorIn: 
Nadine Ojstersek
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