Die Sportart Basketball benötigt nach Reglement zur Durchführung eines regulären (Meisterschafts-) Spiels neben den beteiligten Mannschaften und den angesetzten Schiedsrichtern auch ein sogenanntes ‚Kampfgericht’. Mitglieder dieses Kampfgerichts sind in der Minimal-Besetzung ein ‚Anschreiber’, ein ‚Zeitnehmer’ und ein ‚24-Sekunden-Zeitnehmer’, die, wie schon die Bezeichnungen andeuten, unterschiedliche Funktionen wahrnehmen.
Da die Besetzung des Kampfgerichtes dem Spielausrichter (in der Regel der Heimverein) obliegt, besteht für alle Basketballvereine ein kontinuierlicher Ausbildungsbedarf zur Besetzung der Kampfgerichte. Eine Recherche im Basketballumfeld bei Vereinen und ihren Verbandsorganisationen zeigte, dass diese Ausbildung im deutschen Rahmen bisher nur rudimentär unterstützt und auch nur in Ansätzen in Form einer systematischen Ausbildung, hier zumeist auf Ebene der einzelnen Vereine umgesetzt wird.
Zielsetzung des Medienprojektes 1 ist die Erstellung einer Machbarkeitsstudie für ein mediales Lernszenario zur Behebung des aufgeworfenen Bildungsproblems in Form einer schriftlichen Projektausarbeitung. Fällt die Machbarkeitsstudie positiv bezüglich einer Projektrealisierung aus, so sieht die Planung vor, im Rahmen des Medienprojektes 2 die Entwicklung eines Prototyps für einen spezifischen Aufgabenbereich im Rahmen der Kampfgerichtausbildung zu realisieren und diesen grob zu evaluieren.
Hauptziel des Projektes ist die Erstellung eines medialen Angebots zur vereinsübergreifenden Ausbildung von Personen zur Besetzung eines Kampfgerichtes im Wettspielbetrieb des Basketballsports.
Dabei werden folgende Teilziele verfolgt:
Erreichbare Nebenziele könnten sein:
Da auch für den Sportbereich von einer fortschreitenden Technisierung (softwarebasierte Computerunterstützung), gerade im Bereich der Spielberichtsführung ausgegangen wird, liegt der primäre Fokus des Projekts auf der Vermittlung von situationsbezogenen Fähigkeiten und Fertigkeiten im Bereich der Mensch-Maschine Schnittstelle, wie sie z.B. bei den basketballspezifischen Zeitnahmen vorliegt. Einfach gesprochen, sollen die Zeitnehmer durch ein adäquates Lernangebot in die Lage versetzt werden, wahrgenommene komplexe Spielsituationen den nicht minder komplexen Regeln entsprechend korrekt und unparteiisch auf die Zeitnahme umzusetzen.
